Esther änd Dominik ar going tu Niusiländ. Änd hir is sö pleis tu ried all sö sings dät dei häf egspiriensd. Fönni storis, brefteiking ädwentschörs änd matsch mor. Iur komments ar wellkom of kors!

Mittwoch, Mai 10, 2006

Pavlova

Wer kennt dieses Dessert? Ich höre ein lautes "Jawoll!" aus Luzern, sonst noch wer? Seltsamerweise ist die Pavlova in Europa nicht ganz so berühmt wie sie es verdient hätte. Dabei ist sie soooo gut. Pavlova? Was'n das? Was Russisches? Aus'm Osten? Schmeckt das denn? Oh ja. Es ist steifgeschlagenes Eiweiss mit viel Zucker drin, dass dann als hübsche Wolke im Backofen getrocknet wird. Ha! Meringue heisst das doch! Nein, nicht ganz. Die Pavlova ist innen noch feucht, dann nach aussen hin ein wenig kätschig, und ganz aussen knusprig. Darauf kommt dann Schlagrahm und: Kiwi. Ach so, klar, der Herr ist in Neuseeland, da muss ja wohl eine Kiwischeibe drauf. Nicht nur deswegen. Die Pavlova ist nämlich mitnichten Russisch, sondern Neuseeländisch. Es ist das Neuseeländische Nationaldessert. Zwar beansprucht auch Australien die Pavlova, aber da man sie mit Kiwis garniert ist es ja wohl ausser Frage, wo sie hingehört. Sie trägt den Namen einer Primaballerina, die mindestens so leicht getanzt hat, wie die Pavlova schmeckt.

Ist ganz einfach, und superlecker: 4 bis unendlich Eier, Eigelb von Eiweiss trennen, mit dem Eigelb sonstwas sinnvolles machen. Das Eiweiss steifschlagen, dann Puderzucker oder leicht löslichen Kristallzucker (gibt es hier, heisst castor sugar) dazu, und zwar viel. Soviel, bis der Eischnee schwer wird und glänzt. Dann das Ganze auf Backpapier klatschen und hübsch zurechtschubsen. Während der ganzen Zeit hat man den Ofen auf 160 Grad vorgeheizt. Den dreht man jetzt auf 140 runter, und rein mit der Pavlova. Dann fleissig beobachten: Sobald sie beginnt leicht bräunlich zu werden, so wie die Greyerzer Meringues, dann dreht man auf 110 runter und steckt einen Kochlöffel in den Ofentürenspalt. Jetzt heisst es warten. Gute ein einhalb Stunden. Und wer die Pavlova noch kätschiger will, der wartet halt länger. Rausnehmen, abkühlen lassen, vor dem Servieren Schlagrahm drauf und Früchte: dünne Melonenschnitze, Erdbeeren, Mandarinli aus der Dose oder eben: Kiwi.

was ihr dazu meint:

Blogger wombat said...

Super! Die haben am Ende doch Kultur dort unten! Tönt ämmel bedeutend anmächeliger als die ständigen BBQ's!

11.5.06

 
Blogger simone said...

wir haben das hier in der schoenen schweiz letzte woche gegessen ;-) die kiwis haben sich naemlich bis nach zuerich verirrt.

11.5.06

 
Blogger nasobem said...

Castor sugar? Aus ausgekochten Bibern?

15.5.06

 

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