Esther änd Dominik ar going tu Niusiländ. Änd hir is sö pleis tu ried all sö sings dät dei häf egspiriensd. Fönni storis, brefteiking ädwentschörs änd matsch mor. Iur komments ar wellkom of kors!

Freitag, April 21, 2006

Noch mehr Geblubber, diesmal aber richtig!

Am Ostersonntagabend sind wir an der Westküste angekommen. Das Wetter tendierte ein ganz klein wenig Richtung mau und wir machten uns vorsichtshalber gleich mal ans Zeltaufbauen. Hat dann aber nicht geregnet. Dafür lernten wir (zum zweiten Mal nach den Waipouawäldern) die Sandflies kennen.
Damit niemand vergisst, dass Neuseeland nicht das Paradies ist, hat Gott die Sandfliege erschaffen.
Und bei Gott, es ist nicht das Paradies!
Mosquito
: "Summdisumm, schlender, oh, ein Arm voll mit prallen Venen, gleich mal absaugen! Oder lieber erst noch eine Runde drehen? Nur kein Stress, alles voll jemütlich hier, alles easy, lieber mal bei den Ohren vorbeitorkeln und vorwarnen, hm hm hm, pfeif, umherschau, im-Wind-herumtreib... Ups, ist das etwa eine Hand die da so schnell auf mich...?" "Klatsch!!!"
Sandfly: "Roger, roger, wir haben Venen auf drei Uhr, ich wiederhole, wir haben Venen auf drei Uhr. Grünes Licht für Frontalangriff. Auf mein Zeichen alle über den linken Flügel abrollen. Go! Move, move, move!!! Und rein in die Vene. Yeehaa!"
Und noch heute juckt es mich. NACH VIER TAGEN!!! Das ist grässlich, ganz schlimm ist das!
Aber nicht so schlimm wie das, was wir am Montag miterleben durften: Wir packen gerade unsere Siebensachen, da hört man es vom Meer her kreischen und dann ein lautes "Rumms"! Ein vollbesetztes Motorboot hat die Kontrolle über das Steuerruder verloren und ist mit Schmackes in die Seite eines Fischerbootes gedonnert, dass da in der Bucht vor Anker lag. Einen Verletzten brachten sie sogleich an Land und dann wohl schnell ins nächste Spital, und dann das Fischerboot... Es begann abzusaufen. Sie versuchten dann, das Wrack so schnell wie möglich ans Ufer zu ziehen, aber wie ihr sehen könnt, das klappte nur noch so halb... Grosses Interesse auf dem Zeltplatz, alle mit Kind und Kegel an den Strand und auch wir zogen uns das Spektakel rein.

was ihr dazu meint:

Blogger Tobias said...

Neuseeland muss doch anders sein. Ich lebe seit bald 40 Jahren in der Schweiz, muss aber ernüchternd feststellen, dass ich in diesen 40 Jahren viel weniger erlebt habe, als ihr in einigen Wochen Neuseeland. Habt ihr mir vielleicht einen Tipp, wie es auch bei uns so spannend wird? Muss man Biologe werden, damit man immer was Spannendes über irgendwelches Getier zu sagen weiss, oder braucht es da einen Sprachkurz, z.B. Walliserdeutsch in 3 Wochen...

21.4.06

 

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